Wer momentan Schuhe shoppt, kommt kaum drumherum, die hohen Absätze zu bestaunen und sich vielleicht noch zu fragen, wie denn darin ein halbwegs angenehmer Tag verbracht werden kann. Doch geht's nach der IBM und ihren neu gesammelten Daten (warum auch immer ein IT-Unternehmen solche sammelt), sollten solche hohen Absätze eigentlich auch in nächster Zeit trendy bleiben – weil es der Ökonomie schlecht geht.
Doch dem ist nicht so, wie das Unternehmen ebenfalls herausgefunden hat: «Kittenheels» und flache Schuhe dürften trotz Flaute oder gar Rezession vermehrt auf den Strassen zu sehen sein.
Warum? Die Wirtschaft scheint auf die Schuhmode ihren Einfluss verloren zu haben – Modeblogger haben übernommen, und sie preisen derzeit eher tiefere Absätze an. Die Erklärung dafür liefert IBM ebenfalls: Anhaltend schlechte Nachrichten führten bei Menschen zu Zurückhaltung, sprich weniger hohen Absätzen. Was gleichzeitig deutlich macht, wer in Style-Fragen inzwischen das Sagen hat.
Aber zurück zu den Absätzen: Völlig untypisch, wirklich. Denn ein Blick in die Geschichte beweist tatsächlich das Gegenteil.
In den 20ern waren nur kleine Absätze in, während der Grossen Depression in den 30ern kamen die High-Heels, genauso wie sie in der Krise der 70er Jahre wieder auftauchten, gleich nach den 60ern, als die Füsse meist mit flachen Sandalen ausgestattet wurden.
Und so ging es auch weiter: In den 90ern dominierten, beeinflusst vom Grunge-Look, dicke Absätze – und wurden nach der «Dotcom»-Blase wiederum von hohen Stilettos abgelöst, wie es «Sex and the City» vormachte.
Übrigens: Auch zwischen Rocklängen und Aktienkursen gibt es einen eindeutigen Zusammenhang.

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