Zwar ist die Polygamie bekanntlich in zahlreichen afrikanischen und asiatischen Staaten nach wie vor erlaubt, doch in den westlichen Ländern ist es damit längst vorbei. Wer sich allerdings durchs Internet klickt, findet so einige Foren, vorab von Männer, die sich darüber beklagen.
Vor allem in den USA versucht eine Allianz aus Mormonen, Evangelikalen und Muslimen, eine Anerkennung der Vielehe (ein Mann, mehrere Frauen und nicht umgekehrt, notabene) zu erreichen, ganz nach dem Motto, dass der Staat im Schlafzimmer nichts verloren habe, solange alles freiwillig sei. Doch bisher ohne Erfolg.
Und das ist auch besser so. Denn wo es Polygamie gibt, da gibt es offenbar auch signifikant mehr Vergewaltigungen, Morde und Raubüberfalle. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine Studie der University of British Columbia. Warum? Nun, weil die Polygamie sozusagen überzählige Männer produziert, da andere gleich mehrere Frauen haben. Und diese frustrierten Alleinstehenden neigen dann, so jedenfalls die Untersuchung, eher zu Gewalttätigkeit. Oder anders ausgedrückt: Die Wahrscheinlichkeit von kriminellen Verhalten nimmt zu, weil der Wettbewerb um Frauen grösser ist.
So kommt die Studie, die im Journal Philosophical Transactions of the Royal Socienty publiziert wurde und als eine der umfassendsten zum Thema gilt, zum Schluss, dass die Monogamie vor allem eingeführt wurde, um der Gesellschaft zu mehr Sicherheit zu verhelfen. Was also heisst: Bekommt mehr oder weniger jeder Mann eine (Ehe-)Frau, leben wir alle sicherer.
Was uns irgendwie bekannt vorkommt. Und tatsächlich war hier auf Clack bereits zu lesen, dass eine Ehe, beziehungsweise eine Ehefrau, aus einem Mann vielleicht nicht grundsätzlich einen besseren Menschen, aber zumindest einen macht, der weniger mit der Justiz zu kämpfen hat.
Nun wäre es natürlich interessant zu wissen, ob das alles auch umgkehrt funktioniert, also ob es mehr Gewalt gibt, wo Frauen mehrere Ehemänner gestattet sind. Allerdings kommt die sogenannte Polyandrie nur recht selten vor, in Teilen Indiens etwa, und wohl schon nur deshalb gibt es keine entsprechenden Informationen.
Und übrigens: Ja, auch die Religionen, etwa das Christentum, haben bei der Einführung der Monogamie geholfen, wenn auch aus anderen Gründen. Aber nicht etwa die weibliche Forderung nach Gleichberechtigung: Die Polygamie wurde in den meisten Ländern weit früher verboten als den Frauen das Wählen erlaubt wurde.
Keine Lust auf Sex?
Das kann in Frankreich richtig ins Geld gehen: Ein Gericht sprach einer sexuell vernachlässigten Ehefrau eine stattliche Summe zu.
Von Clack-Team am 06. September 2011 in Artikel
Jetzt schläft die Frau sich runter!
Dass der Arzt die Krankenschwester heiratet und der Chef die Sekretärin ist passé: Der ökonomische Aufstieg der Frauen stellt die Liebe auf den Kopf.
Von Nicole Althaus am 18. Januar 2011 in Artikel - 2 Kommentare
Die Dropbox übernimmt, was wir vergessen: Sie speichert unsere Dateien.
Mitarbeitergespräche sind Crux und Chance zugleich. Tipps für die Chefin von Job-Coach Christina Kuenzle.
Storys, Studien, Tipps: Das Clack-Dossier zu den Themen Gesundheit und Fitness.
Ulrich Tilgner ist wohl der bekannteste TV-Korrespondent im Nahen Osten.Er berichtet seit 30 Jahren aus der Region. Ein Gespräch über Lebensgefahr, Machtpolitik und westliche Werte
Die Sex-Score-Frage: Wie viele Bettpartner muss eine Frau gehabt haben? Diskutieren sie mit!
Do's, Don'ts und No-Go's in der Geschäftswelt von heute: So ist Ihr Auftritt souverän.
Ob Online-Agenda, Gourmetbox oder Putzservice: Wir kennen kleine Helfer, die Ihnen im Alltag eine grosse Hilfe sind.
Wollen Sie Ihren eigenen Blog? Möchten Sie mitreden? Freundinnen treffen? Kennenlernen? Hier ist der Ort dafür.
Reden Sie mit
[+] Veröffentlichen Sie Ihre Meinung